Prof. Dr. Neyer
Prof. Dr. Franz J. Neyer lehrt Persönlichkeitspsychologie an der Universität Jena. Sein Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität München schloss er 1989 mit dem Diplom in der Psychologie und 1994 mit der Promotion zum Dr. phil. ab. Zunächst arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Jugendinstitut (1989 – 1994) und am Max-Planck-Institut für psychologische Forschung in München (1994 – 1997). Anschließend ging er an das Psychologische Institut an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo er sich 2002 habilitierte. Von dort führte ihn seine weitere Lehr- und Forschungstätigkeit an die Universität Vechta (2006 – 2007) sowie nach Potsdam (2007 – 2009). Seit 2009 ist Prof. Dr. Neyer an der Universität Jena tätig.
Prof. Dr. Neyers Forschungsschwerpunkte sind die Entwicklung der Persönlichkeit und sozialer Beziehungen im Erwachsenenalter. Insbesondere interessieren ihn die Wechselwirklungen zwischen beiden Bereichen, d.h. der Persönlichkeit des Einzelnen und dem sozialen Umfeld. Zu diesem Thema hat Prof. Neyer aufwändige Forschungsarbeiten durchgeführt, die u.a. von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wurden und in zahlreichen Veröffentlichungen dokumentiert sind. Eine wichtige Annahme ist, dass Menschen ihr soziales Umfeld vor allem kraft ihrer Persönlichkeit gestalten, aber wichtige Beziehungserfahrungen die Persönlichkeitsentwicklung auch noch im Erwachsenenalter nachhaltig beeinflussen können. Zum Beispiel konnte Prof. Neyer in seinen Langzeitstudien über etwa 10 Jahre zeigen, dass das Eingehen einer Partnerschaft bei jungen Erwachsenen prägend für die weitere Entwicklung ist. Aktuell befasst er sich mit der Aushandlung von Nähe und Distanz in sozialen Beziehungen, insbesondere in Partnerschaften.
Dr. Ingo Jacobs
Dr. Ingo Jacobs ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Persönlichkeitspsychologie an der Universität Potsdam. Er studierte Psychologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und schloss es 2001 mit dem Diplom und 2008 mit der Promotion zum Dr. rer. nat. ab. Für den Zeitraum 2002 – 2004 erhielt Herr Dr. Jacobs vom Land Berlin für seine wissenschaftliche Arbeit ein Förderstipendium. Weiterhin ist Herr Dr. Jacobs ausgebildeter Verhaltenstrainer und arbeitet seit 1995 nebenberuflich im Bereich der Gewaltprävention.
Der Forschungsschwerpunkt von Herrn Dr. Jacobs liegt in der Anwendung verschiedener Persönlichkeitsmodelle auf persönliche Beziehungen wie Freundschaften und Partnerschaften. Die Ergebnisse seiner Arbeiten liefern weitere Unterstützung für die Annahme, dass in Partnerschaften die Ähnlichkeit in psychologischen Merkmalen bedeutsamer ist als Gegensätzlichkeit. Aktuell befasst er sich mit der Auswirkung von Problemeigenschaften auf die Gestaltung von gleich- und gegengeschlechtlichen Paarbeziehungen.
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